donate solidDie Preisfrage...

Was ist ein stimmiger Preis für Coaching, für Online-Kurse und -Seminare und für professionelle Ausbildungen? Was sind sie wert?

Was ist ein angemessener 'Energieausgleich'?

Hier ein paar meiner Gedanken dazu, wie wir das Thema aus einer integralen Perspektive vielleicht neu denken können.

 

Unterschiedliche Perspektiven

Einfach gesagt gibt es unterschiedliche, miteinander konfligierende Perspektiven auf die Frage nach einem angemessenen 'Preis' für angebotene Leistungen:

  • es muss einfach nur eine klare, formale Regelung geben => Preisliste
  • Preise folgen den Gesetzen des Marktes: Angebot & Nachfrage und Qualität der Leistung bestimmen den Preis
  • es soll einen gerechten Energieausgleich geben, es soll aber auch niemand von den Angeboten ausgeschlossen werden

Wie kann eine Lösung aussehen, die alle diese Perspektiven berücksichtigt und flexibel integriert?

Wie kann eine gesunde Balance hergestellt werden, so dass es dem Leistungserbringer (in dem Fall mir) möglich ist, genügend Freiraum für die Entwicklung neuer Angebote zu bekommen und gleichzeitig möglichst niemand wegen zu hoher Preise ausgeschlossen werden muss?

 

Ein Ideal: die 'Gegenseitigkeit von Großzügigkeit'

Für mich bildet sich das am besten in dem Prinzip der 'Gegenseitigkeit von Großzügigkeit' ab.

Auf meiner Seite bedeutet das, dass ich das tue, was ich am liebsten mache: möglichst frei und großzügig die Dinge geben, die ich gerne mache, gut kann und von denen ich weiß, dass meine Kunden davon profitieren. Ohne mich jedes Mal zu fragen, ob ich denn auch genug dafür bekomme.

Gleichzeitig wollen meine Kunden aber gerne wissen, wie viel sie denn für ein Angebot bezahlen müssen (oder was es im Vergleich zu anderen Anbietern wert ist).

Wie also mit diesem Dilemma umgehen?

Mein Wunsch ist, immer wieder neue Dinge entwickeln zu können und mit zunehmend mehr Menschen arbeiten zu können, die von meiner Unterstützung profitieren. Mich nicht zu fragen, ob ich vielleicht angesichts eines niedrigeren Preises vielleicht doch ein bisschen meines Potentials zurückhalten sollte? Sondern freizügig von dem zu geben, was genau diesem Klienten in seiner Situation gerade helfen würde.
Und zwar (möglichst) unabhängig davon, ob oder wie zahlungskräftig sie sind.
Warum sollten richtig gute Leistungen nur den finanziell Erfolgreichen vorbehalten sein?

Auf der anderen Seite heißt das, dass meine Klienten (also auch Du) eingeladen sind, genauso großzügig das zurückzugeben, was sie können.
Also vielleicht nicht in erster Linie danach zu fragen, was eine angebotene Leistung für einen 'Marktwert' hat und ob sie woanders vielleicht billiger zu bekommen ist. 
Sondern - und natürlich nur dann, wenn das Empfangene für dich einen Wert hat - zu schauen, in welcher Form du dich großzügig erkenntlich zeigen kannst.

Und wenn du mehr geben kannst und das auch großzügig tust, dann ermöglichst du mir damit, mit einem anderen Klienten, der nicht so zahlungskräftig ist, für einen niedrigeren Betrag zu arbeiten. 

 

Auf dem Weg dahin...

Ja, das Ganze ist zurzeit vielleicht doch eher noch ein Ideal als eine von allen Beteiligten als selbstverständlich gelebte und funktionierende Realität.

Trotzdem - oder gerade deswegen - möchte ich nicht nachlassen, diesem Ideal zuzustreben und Möglichkeiten zu er-finden, wie wir das mehr und mehr in die Welt bringen können und so vielleicht eine neue - integralere - Form einer Schenkökonomie etablieren können, die auch unter den Bedingungen funktionieren kann, in denen mein Bäcker und mein Vermieter das noch ganz anders sehen und lieber gleich eine ganz bestimmte Menge Geld von mir wollen.

 

Mögliche Lösungsansätze

Ein erster möglicher Lösungsansatz ist die Unterscheidung zwischen Privatzahlern (auch Solo-Selbständigen) und Unternehmen als Kunden.

Bei (größeren) Unternehmen halte ich es für angemessen und sinnvoll, den Wert der eigenen Leistung durch marktübliche und wettbewerbskonforme Preise auszudrücken.
Deswegen sind die Preise für Unternehmenskunden individuelle Verhandlungssache.

Bei Privatzahlern hingegen gelten für mich andere Prinzipien als die eines auf Leistungs- und Gewinnmaximierung ausgerichteten Marktes.
Hier ist es mir wichtiger, dass hilfreiche Dienstleistungen da erbracht und genutzt werden können, wo sie helfen können und dass wir uns im besten Fall gegenseitig dabei unterstützen, diese Welt ein kleines Stückchen besser zu machen.

Deswegen biete ich einige Leistungen nach dem Prinzip des 'pay what feels right' bzw. angelehnt an eine Schenk-Kultur an.

Du wirst hier daher einige Angebote finden, die ganz 'kostenlos' (also wirklich umsonst) sind und manche, bei denen du deinen Beitrag frei wählen kannst.

Bei anderen Angeboten biete ich drei verschiedene Preiskategorien an, jeweils für Menschen mit niedrigemmittlerem und hohem Einkommen. In welche dieser Kategorien du dich einsortieren magst, bleibt dir selber überlassen, selbstverständlich musst du die Höhe deines Einkommens nicht offenlegen.

Mit solchen Konzepten zu experimentieren, gemeinsam Erfahrungen zu sammeln und sie in Zukunft weiter zu entwickeln, ist für mich ein unverzichtbares Element meines Selbstverständnisses als ‚integraler‘ Dienstleister.

 

Miteinander reden...

Und wenn du dir jetzt unsicher bist, wie viel du für ein bestimmtes Angebot ausgeben möchtest oder was ein angemessener Ausgleich wäre?

Wenn du wegen eines aktuell niedrigen Einkommens nicht weißt, ob du dir ein Angebot leisten kannst oder solltest, weil der finanzielle Stretch für dich doch arg groß erscheint?

Dann lass uns bitte miteinander reden. Ich habe bis jetzt noch mit jedem/r Klient:in eine für beide Seiten stimmige Lösung gefunden!

 

Wie viel bist Du Dir wert?

Mir ist bewusst, wie tricky diese Frage in diesem Kontext ist und wie leicht sie tatsächlich als ein 'Trick' benutzt werden kann, hohe Preise zu rechtfertigen.

Aber drehen wir es doch mal um: was wäre, wenn Du nach einem für Dich wirklich erhellenden, transformativen Prozess, in dem Du das erreicht hast, worum es Dir ging (und vielleicht zu Deiner Überraschung sogar noch ein paar Dinge dazu, die Du gar nicht erwartet hattest) auf Dich und Deinen Prozess zurückblickst und Dich fragst 'war es mir das wert?'?

Unter welchen Bedingungen würdest Du sagen 'nee, also diesen Preis war mir das nicht wert. Vielleicht die Hälfte, oder ein Drittel' (oder gar nichts)? 

Und da du diese Fragen immer erst im Rückblick wirst beantworten können, genau deswegen gibt es hier die '100% Zufriedenheitsgarantie'. Weil mir wichtiger ist, dass wir beide mit dem Ergebnis jeder einzelnen Session zufrieden sind als Geld zu verdienen. 

Es geht mir hier nicht ums Geld. Ohne Geld geht es aber auch nicht.

 

 

Auch wenn ich es ja sonst nicht so mit den Sprüchen aus dem christlichen Kontext habe, den hier mag ich:

"Geben ist seliger denn Nehmen"

Wenn das alle Beteiligten beherzigen, dann könnte das richtig schön funktionieren!

Deine Meinung und deine Rückmeldungen zu diesen Ideen sind sehr willkommen!

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